Donnerstag, 27. Januar 2011

Das Grab des Rabbi Mordechai von Bilgoraj


Rabbi Mordechai of Bilgoraj


B"H

Rabbi Mordechai Rokeach (1902 - 1949) war der Vater des derzeitigen Belzer Rebben Yissachar Dov Rokeach. Meines Erachtens nach sieht Rebbe Yissachar Dov seinem Vater sehr sehr ähnlich.

Halbbruder von Rabbi Mordechai war der berühmte Belzer Rebbe Aharon Rokeach, der seinerzeit den Nazis nur knapp entkam. Es gelang ihm, auf gefährlichen Umwegen in Israel niederzulassen. Als er starb, war Rabbi Mordechais Sohn Yissachar Dov der einzige Überlebende der Familie, welcher die Rebbeposition zu besetzen in der Lage war. Alle anderen Familienmitglieder waren von den Nazis ermordet worden. 
Rebbe Yissachar Dov wurde allerdings erst viele Jahre danach zum neuen Belzer Rebben erkoren, denn als sein Onkel starb, war er selber noch ein Kind. Später heiratete der neue Rebbe die Tochter des Vishnitzer Rebbe, Sarah Hager, aus Bnei Brak. 

Rabbi Mordechai von Bilgoraj liegt Tiberias begraben und heute machte ich ein paar Photos von seinem Grab.















Copyright / Photos: Miriam Woelke

Mittwoch, 26. Januar 2011

Chassidim im Holocaust


Beit Warsha

B"H

Leider bin ich über den Ministadtteil "Beit Warsha - Warschau Haus - בית ווארשה" in Ge'ulah / Mea Shearim nicht auf dem laufenden. Ich weiss, dass der Hausbesitzer die chassidische Gruppe GUR ist. Der kleine Ministadtteil "Beit Warsha" liegt am Jerusalemer Kikar Shabbat, gleich neben dem Dushinsky Center (am Kikar Supnik). Vor einiger Zeit plante die Gerrer Chassidim den Abriss der "Batei Warsha" und wollten auf dem Grundstück eine haredische Shopping Mall errichten. Gur behauptete, dass einige Mieter des Beit Warsha ihre Mieten nie pünktlich zahlten und es sollte geräumt werden. Tatsächlich kam die Polizei und schmiss die nicht zahlenden Mieter auf die Strasse. Die Edah Charedit flippte aus, denn fast alle Bewohner des Beit Warsha sind Mitglied in der antizionistischen Dachorganisation.

Die Photos machte ich am vergangenen Donnerstag morgen. Total früh am Morgen; noch vor Sonnenaufgang, denn ansonsten darf man dort nicht photographieren.











Photos: Miriam Woelke

Montag, 24. Mai 2010

Ein Schlüssel auf der Challah

B"H


Als ich am Schabbat in Mea Shearim (einer der ultra - orthodoxen Stadtviertel Jerusalems) eingeladen war, lernte ich von meinen Gastgebern einen neuen chassidischen Brauch, der mir bis dahin völlig unbekannt war:


Am Schabbat nach Pessach wird auf einer der Challot (Schabbatbrote) ein extra Zusatz aus dem Brotteig aufgebacken. Und das in der Form eines Schlüssels. Dieser Schlüssel wird auf die Challah gebacken und repräsentiert das "Tor zum Einkommen für ein neues Jahr". Die entsprechende Familie soll über einen ausreichenden Lebensunterhalt verfügen. Auch bei Chabad wird dieser Brauch eingehalten.


Der Teigschlüssel wird nicht aufgehoben, sondern mit der Challah gegessen.

Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld

B"H


Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld (links im Bild) war das erste Oberhaupt der antizionistischen Edah HaCharedit in Mea Shearim und bildete das Gegenstück zu dem von der britischen Besatzung eingerichteten (1921) Oberrabbinat (Rabbanut) in Israel (damals Palästina). Dem Rabbanut stand Rabbi Avraham Yitzchak Kook (Aussprache: Kuck) vor und da dieser, mehr oder weniger, den Zionismus vertrat, wurde er von Mea Shearim abgelehnt und Rabbi Sonnenfeld ernannt sowie die Edah HaCharedit gegründet.

Noch heute gibt es in Mea Shearim die Sonnenfeld Strasse und der Rabbi (verstorben 1932) wird bis heute verehrt. Zionismus hin oder her, Rabbi Yosef Chaim Sonnenfeld war nicht irgendeiner, sondern eine Persönlichkeit sowie noch von richtiger relig. Natur, wie man sie heute selten findet.

In meinen Blogs wird noch mehr von Rabbi Sonnenfeld die Rede sein !

Hier ein kurzes Video: Rabbi Kook und Rabbi Sonnenfeld beim verlassen eines britischen Gebäudes in Jerusalem. Zuerst tritt Rabbi Kook heraus und nach ihm Rabbi Sonnenfeld.
Rabbi Sonnenfeld war seinem Counterpart Kook nicht besonders freundlich gesinnt und es gibt Schriften (Kuntres) mit seinen Attacken auf den zionistischen Kook. Dazu jedoch später !


Mittwoch, 3. März 2010

Purim in Toldot Avraham Yitzchak, Karlin - Pinsk, Kaliv, Mishkenot HaRoim und Rachmastrivka

B"H


Wer am Montag abend (Shushan Purim in Jerusame) die Synagogen Mea Shearims betrat, der sah häufig das Schild

 "Photographieren strengstens untersagt !"

In der Synagoge der Chassidut Toldot Aharon hingen derlei Schilder massenhaft aus.

Zur Nachahmung sei dies allerdings nicht empfohlen !


Top + unten: Die Toldot Avraham Yitzchak




Die Mishkenot HaRoim



Karlin - Pinsk



Der Kaliver Rebbe rauchend



Rachmastrivka


Alle Photos HIER !
Wie dem auch sei, die Site der "Chadrei HaCharedim" veröffentlichte jetzt "geheime" Photos, die mit einer versteckten Kamera aufgenommen wurden.